Hypertrophe Cardiomyopathie
HCM ist eine vererbbare Herzerkrankung, die Menschen ( HKM ) und Tiere betreffen kann. Die Herzwand wird dabei nach innen dicker, wodurch das Volumen im Herzen kleiner wird. Dadurch pumpt das Herz schneller Blut, was die Herzwand noch dicker werden lässt und das Volumen noch mehr verringert.
Es sind in erster Linie Hauskatzen von dieser Erkrankung betroffen, es scheint allerdings als wären Rassekatzen von dieser Erkrankung häufiger betroffen. Das liegt in erster Linie daran das besonders bei Züchtern die Zuchkatzen auf diese Krankheit untersucht werden.
HCM ist nicht heilbar, aber man kann es mit täglicher Tablettengabe behandeln.
Feststellbar ist HCM nur über eine Ultraschalluntersuchung. Es bedarf dazu einen Spezialisten, der auch über ein Ultraschallgerät mit Farbdoppler verfügt. Mittlerweile verfügen auch viele Allgemein -Tierärzte über dieses Gerät und haben eine kardiologische Zusatzausbildung.
Es gibt seit 2006 ebenfalls einen Gentest und weitere sind in Arbeit. Es ist eine Hilfe für die Züchter, allerdings nicht das Nonplusultra, da nur ein Gen festgestellt werden kann. Leider können allerdings mehrere Gene HCM verursachen und man weiß nicht genau welche Gene zu der Krankheit führen. Beim Menschen z.b. sind über 180 Gene bekannt die HKM auslösen.
Beim Gentest kann man folgende Ergebnisse erhalten:
homozygot bzw. X/X : reinerbig auf das Gen (auf beiden Genorten positiv)
heterozygot bzw. N/X : mischerbig auf das Gen (auf einem Genort positiv)
negativ oder N/N : frei von dem Gen
In den ersten beiden Fällen heisst es, dass das Tier das Gen trägt , was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass dieses Tier auch früher oder später an HCM erkrankt. Nicht verpaart werden sollten aber Katzen die reinerbig X/X auf dieses Gen sind, und vorsichtshalber auch nicht N/X mit N/X.
Mittlerweile wurde von der Medizinischen Kleintierklinik der Ludwig-Maximilian-Universität in München eine Studie zu den beiden in Deutschland verfügbaren Gentests auf HCM bei Maine Coons durchgeführt. Die Studie hat ergeben das Maine Coons mit HCM genauso häufig positiv im Gentest getestet wurde als die Maine Coons ohne HCM.
Der Goldstandard für die Zucht ist also auch weiterhin die jährliche kardiologische Untersuchung.
Einige Züchter versuchen die HCM aus der Maine Coon loszukriegen, allerdings ist das gar nicht so einfach. Es hiess mal, dass man mit ca. 5 Jahren sicher sein kann, aber inzwischen ist bekannt geworden, dass z. Bsp. ein Kater erst mit 13 Jahren HCM bekam, was nach meiner Meinung bedeutet, alle Züchter müßten die ehemaligen Zuchttiere bis zum Lebensende schallen um ganz sicher zu gehen. Somit wird hoffentlich auch jedem klar, warum man keine "Garantie" geben kann, dass der Nachwuchs HCM-frei ist. Noch gibt es nicht ein Tier, wo man anhand der Vorfahren rausfinden kann, dass das Tier garantiert kein HCM hat. Außerdem würde es den Genpool der Maine Coon weiter einschränken wenn man alle Tiere die N/X sind von der Zucht ausschließen würde. Es wird davon ausgegangen das ca. 33,4 % der Maine Coon mischerbig auf dieses eine Gen sind.
Persönlich halte ich es für das Wichtigste über diese Krankheit so informativ wie möglich aufzuklären und Erkrankungen auch zu veröffentlichen damit irgendwann das Muster erkannt werden kann das diese Krankheit auch wirklich auslöst. Zur Erinnerung geht man beim Menschen von ca. 180 mutierten Genen aus die diese Krankheit auslösen. Daher gehe sogar ich als Laie davon aus das 1 Gen nicht der Verursacher sein kann. Trotzdem halte ich für wichtig den Genotyp feststellen zu lassen und bei Verpaarungen umsichtig damit umzugehen.